Kältetechnik

Wir sind Ihre Kühl-Experten

Seit 1982 betreuen wir gewerbliche Kunden oder Industriekunden. Die KKS GmbH aus München bietet Ihnen eine individuelle Beratung, fachgerechte Montage und professionelle Betreuung der gesamten Kältetechnik in ihrem Unternehmen. Wir sind ein zertifizierter / autorisierter Klima- und Kältetechnik Fachbetrieb mit langjähriger Erfahrung und dem notwendigen Know-How.

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Kälte Klima Fachbetrieb

Kältetechnik: Innovation und Nachhaltigkeit in der modernen Gebäudetechnik

Die Kältetechnik ist aus der modernen Gebäude- und Anlagentechnik nicht wegzudenken. Sie ermöglicht die Klimatisierung von Räumen, die Kühlung von Prozessen und die Erhaltung der Produktqualität in Gewerbe und Industrie. Für Architekten, Facility Manager und Ingenieure der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA) ist die Wahl der richtigen Systeme von zentraler Bedeutung, um Effizienz, Zuverlässigkeit und Umweltfreundlichkeit zu gewährleisten. 

Grundlagen der Kältetechnik

Thermodynamische Prinzipien und der Kältemittelkreislauf

Die Kältetechnik basiert auf den physikalischen Prinzipien der Thermodynamik, insbesondere der Wärmeübertragung. Zentraler Bestandteil jeder Kälteanlage ist der Kältemittelkreislauf, der aus vier Hauptkomponenten besteht:

  1. Verdampfer: Das Kältemittel entzieht dem zu kühlenden Medium Wärme und verdampft.
  2. Verdichter: Das gasförmige Kältemittel wird komprimiert, wodurch Temperatur und Druck steigen.
  3. Verflüssiger: Die Wärme wird an die Umgebung abgegeben, und das Kältemittel kondensiert.
  4. Drosselorgan: Durch Expansion sinken Druck und Temperatur, der Kreislauf beginnt erneut.

Kältemittel: Auswahl und Nachhaltigkeit

Kältemittel sind entscheidend für die Effizienz und Umweltverträglichkeit von Kälteanlagen. Natürliche Kältemittel wie CO₂ (R744), Ammoniak (R717) und Propan (R290) gewinnen an Bedeutung, da sie ein niedriges Treibhauspotenzial (GWP) aufweisen und den Anforderungen der EU-F-Gase-Verordnung entsprechen, die die Reduktion fluorierter Kältemittel vorschreibt.

Besonderheiten natürlicher Kältemittel:

  • CO₂ (R744): Effizient und nicht brennbar, jedoch hoher Systemdruck erforderlich.
  • Ammoniak (R717): Hervorragende thermodynamische Eigenschaften, aber toxisch.
  • Propan (R290): Umweltfreundlich, jedoch entzündlich.

Relevante Normen und Vorschriften

Die Planung und der Betrieb von Kälteanlagen werden durch zahlreiche Normen und Gesetze geregelt:

  • DIN EN 378: Sicherheits- und Umweltanforderungen für Kälteanlagen.
  • EU-F-Gase-Verordnung (Verordnung (EU) Nr. 517/2014): Reduktion fluorierter Kältemittel.
  • Energieeinsparverordnung (EnEV) und Gebäudeenergiegesetz (GEG): Anforderungen an die Energieeffizienz.

Kältetechnik in der Gebäudeplanung

Die Integration von Kältetechnik in Gebäude erfordert eine sorgfältige Planung und Koordination mit anderen Gewerken. Frühzeitige Entscheidungen beeinflussen maßgeblich die Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit eines Gebäudes.

Planungsschritte und Systemauswahl

  • Bedarfsanalyse:
    • Ermittlung der Kühllast auf Basis der Gebäudenutzung, Klimazone und Bauweise.
    • Berücksichtigung von Spitzenlasten und Grundlastanforderungen.

  • Systemwahl:
    • Zentrale Kälteanlagen: Hohe Effizienz und geeignet für große Gebäude.
    • Dezentrale Systeme: Flexibel und kostengünstig bei kleineren Objekten.
    • Hybridsysteme: Kombination aus beiden Ansätzen zur optimalen Nutzung von Synergien.

  • Integration in die Gebäudetechnik:
    • Platzbedarf und Zugänglichkeit für Wartung.
    • Berücksichtigung von Schallschutz und Energieversorgung.

Praxisbeispiel: Klimatisierung eines Bürogebäudes

Ein Bürokomplex in München mit 15.000 m² Nutzfläche entschied sich für ein zentrales CO₂-Kältesystem. Die Integration von Wärmerückgewinnung senkte die Energiekosten um 22 % und ermöglichte eine DGNB-Zertifizierung in Gold.

Systemlösungen in der Kältetechnik

Typen von Kältemaschinen

  • Kompressionskältemaschinen: Weit verbreitet, hocheffizient und flexibel einsetzbar.
  • Absorptionskältemaschinen: Nutzen Wärmeenergie (z. B. Abwärme oder Solarenergie) und reduzieren den Stromverbrauch.

Natürliche Kältemittel

Die Umstellung auf natürliche Kältemittel ist ein bedeutender Schritt zur Erfüllung gesetzlicher Vorgaben und zur Reduktion des ökologischen Fußabdrucks. Moderne Systeme nutzen:

  • Transkritische CO₂-Anlagen: Besonders geeignet für Supermärkte und Gewerbekälte.
  • Ammoniak-Systeme: Hervorragend für industrielle Anwendungen.

Innovative Technologien

  • Digitale Steuerung: IoT-basierte Systeme ermöglichen Echtzeitüberwachung und Optimierung.
  • KI-gestützte Lastprognosen: Automatisieren die Anpassung von Kälteanlagen an wechselnde Anforderungen.

Energieeffizienz und Nachhaltigkeit

Wärmerückgewinnung und Lastmanagement

Moderne Kälteanlagen nutzen die Abwärme zur Unterstützung von Heizsystemen. Ein Hotel in Berlin reduzierte seinen Energieverbrauch um 30 %, indem es die Abwärme seiner Kälteanlage für die Warmwasserbereitung einsetzte.

Integration erneuerbarer Energien

  • Solarbetriebene Kälteanlagen: Kombinieren Solarthermie mit Absorptionskältemaschinen.
  • Geothermie: Nutzung von Erdwärme für die Kühlung.

Zertifizierungen und Förderprogramme

Gebäude mit energieeffizienten Kälteanlagen profitieren von Zertifizierungen wie DGNB oder LEED und können Fördermittel der KfW-Bank in Anspruch nehmen.

Wartung und Lebenszykluskosten

Predictive Maintenance

Die vorausschauende Wartung basiert auf IoT-Technologien und ermöglicht eine frühzeitige Erkennung von Fehlern. Ein Einkaufszentrum in Stuttgart reduzierte seine Wartungskosten um 20 %, indem es ein Predictive-Maintenance-System einführte.

Lebenszykluskosten

Die Gesamtkosten einer Kälteanlage setzen sich aus Investitions-, Betriebs- und Wartungskosten zusammen. Investitionen in energieeffiziente Systeme amortisieren sich oft innerhalb weniger Jahre.

Zukunft der Kältetechnik

Rolle in der Energiewende

Die Kältetechnik trägt durch Energieeffizienz und die Nutzung erneuerbarer Energien zur Reduktion von CO₂-Emissionen bei. Bis 2030 könnten durch energieeffiziente Kältesysteme bis zu 40 % der CO₂-Emissionen im Gebäudesektor eingespart werden.

Quellen

  • DIN EN 378 – Sicherheitsanforderungen für Kälteanlagen.
  • EU-F-Gase-Verordnung (Verordnung (EU) Nr. 517/2014).
  • Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB).
  • VDI-Bericht 2022 – Effizienzsteigerung durch Wärmerückgewinnung in Kälteanlagen.